PAUL SONDEREGGER

SCHAUSPIELER • SPRECHER • SPRECHTRAINER • REGISSEUR

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Inszenierung 
 DER RÄUBER HOTZENPLOTZ 
 UND DIE MONDRAKETE

Das ist doch die Höhe! Der Räuber Hotzenplotz macht wieder die Gegend unsicher. Dabei hatten Kasper und Seppel ihn doch gefangen und einsperren lassen, weil er Großmutters Kaffeemühle gestohlen hatte. Sie könnten ihn glatt auf den Mond schießen! Gesagt, getan. Auch wenn Wachtmeister Dimpfelmoser dagegen ist, und Großmutter schon wieder in Ohnmacht fällt. Auf dem Mond soll es Silber geben, und man fühlt sich da oben ganz leicht. Wie man überhaupt dorthin kommt, und ob das wirklich stimmt mit der Schwerelosigkeit, das wollen der mutige Kasper und der träumerische Seppel unbedingt rausfinden. Ein Glück, dass sie bei ihrem galaktischen Abenteuer der guten Fee Amaryllis.

Der bekannte Kinderbuchautor Otfried Preußler schrieb "Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete" vor 50 Jahren, als der erste Mensch den Mond betrat. Ein Traum wurde wahr, und der technische Fortschritt hat mittlerweile alle Grenzen überwunden. Er bringt uns Freiheit, aber er macht auch Angst.

Die Geschichte vom Räuber Hotzenplotz erzählt von der Suche nach dem Glück, von kleinen Nöten und großen Wünschen. Und davon, wie wir mit Entdeckerlust und Phantasie unsere Welt gemeinsam gestalten können. Ein Theaterspaß für alle, die groß werden und trotzdem frei wie Kinder bleiben wollen.

Schauspiel für Kinder von John von Düffel
nach der Geschichte von Otfried Preußler

Regie
Paul Sonderegger
Bühne und Kostüme
Stefan A. Schulz
Komposition
Magnus Cordes-Schmid
Regieassistenz
Laura Hollunder
Hotzenplotz
Henning Wolff
Kasper
Gloria Giorgini
Seppel
Gregor Imkamp
Großmutter
Jennifer Schneeweis
Dimpfelmoser
Niklas Krajewski
Produktion
Vorpommersche Landesbühne Anklam

 

Premiere am 20. Oktober 2019
im gelben Theater "Die Blechbüchse" Zinnowitz
www.vorpommersche-landesbuehne.de

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Ostsee-Zeitung, 22. Oktober 2019

aus dem Premierenbericht von Annemarie Bierstedt

Technoparty auf dem Mond

Zinnowitz. Was, der Mond ist aus Silber und nicht aus Käse? Das lässt sich der nach allem Glänzenden und Funkelnden gierende Räuber (Henning Wolff) nicht zweimal sagen. Im Nu hat er Kasper (Gloria Giorgini) und Seppel (Gregor Imkamp) mit Hilfe einer Pfefferpistole davon überzeigt, dass kein anderer außer ihm zum Mond fliegen wird. (…) Was der etwas einfältige Räuber nicht ahnt: Das alles ist eine List, mit der die beiden Kinder ihn endlich loswerden wollen.

Das Kinderschauspiel "Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete" (…) inszenierte der in Berlin lebende Schauspieler, Regisseur und Moderator Paul Sonderegger (…) für die Vorpommersche Landesbühne.

"Die Idee dahinter ist, dass Erwachsene gerne wieder Kinder und Kinder erwachsen sein wollen", erzählt der Regisseur. Und diese Idee geht während der gut 60 Minuten Spielzeit auf. Wachmister Dimpfelmoser (Niklas Krajewski) zeigt sich mal als an Stasi-Zeiten erinnernder Ordnungshüter und mal als verspielter Zeitgenosse, der Gitarren-Soli zum Besten gibt und mit der Großmutter liebäugelt. Da kann es auch schon mal sein, dass er vergisst, den Schlüssel von Hotzenplotz' Zelle abzuziehen, so dass dieser entkommen kann. Aber pssst! Bei Sonderegger will er das lieber verheimlichen. (…) Als spritzig-junge Großmutter mit langen blonden Haaren und stark geschminkten Augen trinkt Jennifer Schneeweis lieber Longdrinks im Gartenstuhl und hilft Kasper und Seppel beim Mondraketenräuberspiel gerne als Fee Amaryllis. Mit gekochten Pfifferlingen in Speck- und Sahnesoße als Belohnung für die kleinen Räuberfänger avanciert sie zu Recht zur absoluten Lieblingsgroßmutter aller Kinder und Omas im Publikum, die laut klatschen und "Zugabe" rufen.

Die Kinder in diesem Stück stellen die Mutigeren und real Handelnden dar. (…) Mit fröhlichen Bewegungen tanzen, springen und singen die Kinder und Hotzenplotz schließlich "auf dem Mond" in tranceähnlichem Einvernehmen zu elektronischer Musik; "Vergiss den Boden, vergiss die Schwere". Nein, vor dem Unbekannten und Bedrohlichen braucht ihr keine Angst zu haben, will das Stück seinem jungen Publikum mitteilen. Sonderegger bestätigt: "Das ist eine Ermutigungsgeschichte".

Stefan Schulz hat kindlich-fröhliche Kostüme und eine abstrakte Bühne mit Drehelement, gigantischer Mondrakete und farbigen Sonnenschirmen entworfen (…). Magnus Cordes-Schmid hat vier rockig-peppige Ohrwürmer mit E-Gitarre, Bass, Ukulele und Cajon vertont, die den verspielten Ermutigungscharakter des Stücks unterstreichen. Ein Schauspiel für die ganze Familie, das sich anzusehen lohnt!

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