PAUL SONDEREGGER

SCHAUSPIELER • SPRECHER • SPRECHTRAINER • REGISSEUR

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Lesungen 
 FRIEDRICH NIETZSCHE 
 COSIMA WAGNER 
 RICHARD WAGNER 

FRIEDRICH NIETZSCHE: DER FALL WAGNER

Musik und Texte von Wagner und Nietzsche

Lesung und Textzusammen­stellung
Paul Sonderegger
Bariton (14.7.2013)
Peter Schöne
Klavier und Musikauswahl
Scott Curry

8. Dezember 2010 im Nietzsche-Dokumentationszentrum Naumburg

22. Mai 2013, dem 200. Geburtstag von Richard Wagner, im Nietzsche-Dokumentationszentrum Naumburg

14. Juli 2013 im Schloss Leitheim

26. Oktober 2017 im Nietzsche-Dokumentationszentrum Naumburg

Friedrich Nietzsche, Philosoph und im Nebenberuf Komponist, ließ sich von Richard Wagner buchstäblich verzaubern. "Ich bringe es nicht übers Herz, mich dieser Musik gegenüber kritisch kühl zu verhalten", schreibt er nach einem Konzertbesuch, "jede Faser, jeder Nerv zuckt an mir, und ich habe lange nicht ein solches andauerndes Gefühl der Entrücktheit gehabt."

Der musikalischen Begeisterung schließt sich die menschliche an. Zehn Jahre lang sind Nietzsche und Wagner eng befreundet. Dann distanziert sich Nietzsche radikal: "Wagners Musik ist einfach schlechte Musik, die schlechteste überhaupt, die vielleicht gemacht worden ist."

"Meine Musik ist menschlicher, sanfter und auch reinlicher", behauptet Nietzsche. Die Ursachen der Entfremdung liegen bis heute im Dunkeln. Nietzsche stirbt umnachtet, formuliert aber ein letztes Bekenntnis, das keinen Zweifel lässt: "Ich habe ihn geliebt und niemanden sonst."

Wie klingt Nietzsches Musik? Verblüffend klar spricht daraus sein Lebensgefühl und Selbstbild. Und erhellend ist, wenn Nietzsches Werke neben Musik von Wagner erklingen. Scott Curry, Klavier, und Paul Sonderegger, Lesung, kombinieren in ihrem Programm musikalische Kostbarkeiten von Nietzsche und Wagner mit Ausschnitten aus Nietzsches leidenschaftlichem philosophischen Werk.

FRIEDRICH NIETZSCHE UND COSIMA WAGNER

Eine Freundschaftstragödie in Briefen
mit Musik von Wagner und Nietzsche

Lesung
Chris Pichler
Lesung und Textzusammen­stellung
Paul Sonderegger
Klavier und Musikauswahl
Scott Curry

25. Oktober 2018 im Nietzsche-Dokumentationszentrum Naumburg

Als "die sympathischste Frau, der ich im Leben begegnet bin" bezeichnet Friedrich Nietzsche die Gattin des Komponisten Richard Wagner. Cosima, die Tochter Franz Liszts, ist sieben Jahre älter als er, und sie entspricht seinem Ideal: liebevolle Mutter, Stütze ihres Mannes, geistreich und klar im Urteil. Cosima Wagner dient einem Genie. Und so umgarnt sie auch den jungen Basler Professor Nietzsche, der den Ruf ihres Mannes steigern kann. Nietzsche besucht das Paar oft in Tribschen bei Luzern. Er nennt den Ort seine "Insel der Seligen".

Die Freundschaft erkaltet, als die Wagners nach Bayreuth ziehen. Nietzsche fühlt sich nicht mehr gebraucht, ausgenutzt, verraten. Die Verehrung schlägt in Hass um. Mit Wagner verliert Nietzsche auch Cosima. Bereits im Wahn schreibt er ihr einen letzten Brief: "An Prinzeß Ariadne, meine Geliebte."

Die Geschichte dieser fruchtbaren Freundschaft, die tragisch endet, erzählen die überlieferten Briefe und Tagebuchnotizen. Sie - wie unser ganzer Abend - kreisen um die Person Richard Wagners. Auf dem Flügel erklingt seine Musik, ebenso wie die Musik von Friedrich Nietzsche.

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FRIEDRICH NIETZSCHE UND COSIMA WAGNER

Eine Freundschaftstragödie in Briefen und Musik

Chris Pichler, Lesung

Paul Sonderegger, Lesung

Scott Curry, Klavier

PROGRAMM

Prolog
Friedrich Nietzsche (1844-1900): Brief an seine Mutter in Naumburg, Basel, 16. Juni 1869

Hans von Bülow (1830-1894): „Tanto gentile e tanto oneste“, für Klavier solo bearbeitet von Franz Liszt

Siegfrieds Geburt
Cosima von Bülow (1837-1930): Tagebuch, 5. Juni 1869, teilweise in der Handschrift Richard Wagners

Hugo Wolf (1860-1903): aus der Paraphrase über „Die Meistersinger von Nürnberg“ von Richard Wagner

Pflanzenkost-Weltanschauung
Cosima von Bülow: Tagebuch, Tribschen, 19. September 1869
Friedrich Nietzsche: Brief an Carl von Gersdorff, Basel, 28. September 1869
Cosima von Bülow: Brief an Friedrich Nietzsche in Naumburg, Tribschen, 19. Oktober 1869

Franz Liszt (1811-1886): Angélus! Prière aux anges gardiens (Angelus! Gebet zum Schutzengel), Nr. 1 aus: Années de pèlerinage, 3e année (Pilgerjahre, Drittes Jahr), gewidmet Daniela von Bülow

Wagners Geburtstag
Friedrich Nietzsche: Brief an Richard Wagner, Basel, 21. Mai 1870
Cosima von Bülow: Brief an Friedrich Nietzsche, 23. Mai 1870

Richard Wagner (1813-1883): „Elsas Brautzug zum Münster“ aus „Lohengrin“, transkribiert von Franz Liszt

Deutsch-Französischer Krieg
Friedrich Nietzsche: Brief an Erwin Rohde, 16. Juli 1870
Cosima Wagner: Brief an Friedrich Nietzsche, 16. August 1870
Friedrich Nietzsche: Brief an Richard Wagner, Erlangen, 11. September 1870
Cosima Wagner: Brief an Friedrich Nietzsche in Naumburg, 18. September 1870
Friedrich Nietzsche: Brief an Carl von Gersdorff, Basel, 7. November 1870
Cosima Wagner: Tagebuch, 24. Oktober 1870

Franz Liszt: Abendglocken, Nr. 9 aus „Weihnachtsbaum“

Weihnachten 1870/71
Friedrich Nietzsche: Brief an Franziska und Elisabeth Nietzsche in Naumburg, Basel, 12. Dezember 1870
Cosima Wagner: Tagebuch, Weihnachten 1870
Friedrich Nietzsche: Brief an Mutter und Schwester, Tribschen bei Luzern, 30. Dezember 1870

Richard Wagner: Siegfried-Idyll „Tribschener Idyll mit Fidi-Vogelgesang und Orange-Sonnenaufgang, als Symphonischer Geburtstagsgruss. Seiner Cosima dargebracht von Ihrem Richard.“,
Klavierauszug zu vier Händen von Joseph Rubinstein (1847-1884)

Pause

Verrat
Cosima Wagner: Tagebuch, 11. Mai 1871
Cosima Wagner: Tagebuch, 3. August 1871
Cosima Wagner: Tagebuch, 5. August 1871

Friedrich Nietzsche: Albumblatt

Die Geburt der Tragödie
Friedrich Nietzsche: Brief an Richard Wagner, Basel, 2. Januar 1872
Cosima Wagner: Tagebuch, 3. Januar 1872
Friedrich Nietzsche: aus: Die Geburt der Tragödie, Kapitel 1
Cosima Wagner: Tagebuch, 4. Januar 1872
Friedrich Nietzsche: aus: Die Geburt der Tragödie, Kapitel 1 (Forts.)
Cosima Wagner: Brief an Friedrich Nietzsche, 18. Januar 1872
Friedrich Nietzsche: Brief an Carl von Gersdorff, 1. Mai 1872

Friedrich Nietzsche: Hymnus auf die Freundschaft, daraus: a) Dreistimmiger Kanon „Lieber Freund“

Enttäuschungen und Kränkungen
Cosima Wagner: Brief an Malwida von Meysenbug, 17. April 1877
Richard Wagner: Brief an Friedrich Nietzsche, Ostermontag 1874
Cosima Wagner: Tagebuch, 23. Oktober 1877
Richard Wagner: Brief an Dr. Otto Eiser, 23. Oktober 1877
Friedrich Nietzsche: Brief an Reinhart von Seydlitz, 4. Januar 1878

Richard Wagner: Parsifal. Karfreitagszauber (Bearbeitung für Klavier von Joseph Rubinstein), WWV 111

Spasmen der Impotenz
Cosima Wagner: Tagebuch, 25. April 1878
Friedrich Nietzsche: Aphorismus 414 aus: Menschliches – Allzumenschliches, 1878
Cosima Wagner: Brief nach Nietzsches Tod an eine Bekannte

Richard Strauss (1864-1949): aus: Also sprach Zarathustra, op.30,
für Klavier solo arrangiert von Karl Schmalz

Nach Richards Tod
Friedrich Nietzsche: Brief an Malwida von Meysenbug in Rom, 21. Februar 1883
Brief an Malwida von Meysenbug, 14. Januar 1880
Briefentwurf an Cosima Wagner, 23. Februar 1883

Franz Liszt: aus: Les Morts (Die Toten), komponiert 1860 in Erinnerung an Daniel Liszt,
gewidmet Cosima von Bülow

Epilog
Cosima Wagner: Brief an Arthur Seidl, 14. November 1900
Friedrich Nietzsche: Brief an Cosima Wagner, 25. Dezember 1888
Cosima Wagner: Brief an Arthur Seidl, 14. November 1900 (Forts.)
Friedrich Nietzsche: aus: Ecce homo, 1888

Richard Wagner: Parsifal (Ende)

 
Musikauswahl: Scott Curry, Textzusammenstellung: Paul Sonderegger

FRIEDRICH NIETZSCHE: DER FALL WAGNER

Paul Sonderegger, Lesung

Scott Curry, Klavier

PROGRAMM

Carl Tausig (1841-1871): aus „Drei Paraphrasen aus Wagners Tristan und Isolde”

Friedrich Nietzsche (1844-1900): Brief an Rohde 1868

Friedrich Nietzsche: So lach doch mal
Franz Liszt (1811-1886): aus „Am stillen Herd“ aus Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“
Carl Tausig: Quintett aus Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“

Friedrich Nietzsche: Brief an Rohde 1868

Richard Wagner (1813-1883): Ankunft bei den schwarzen Schwänen
Friedrich Nietzsche: Im Mondschein auf der Puszta

Friedrich Nietzsche: Nietzsche contra Wagner 1888

Friedrich Nietzsche: Das “Fragment an sich”
Richard Wagner: Drei Fragmente (Schlaflos - “Romeo und Julie” Entwurf einer Trauermusik - Schmachtend)

Friedrich Nietzsche: Der Fall Wagner 1888

Gabriel Fauré (1845-1924) / André Messager (1853-1929): Souvenirs de Bayreuth – Fantaisie en forme de Quadrille sur les themes Favoris de “L’ANNEAU DU NIBELUNG” de Richard Wagner

Pause

Friedrich Nietzsche: Monodie a deux (Lob der Barmherzigkeit)
Das zerbrochene Ringlein (Joseph von Eichendorff) - Melodram
Da geht ein Bach

Friedrich Nietzsche: Der Fall Wagner 1888

Friedrich Nietzsche: Heldenklage
Richard Wagner: Im Treibhaus, bearbeitet von August Stradal (1860-1930)

Friedrich Nietzsche: Ecce homo – Warum ich so klug bin 1889

Leopold Godowsky (1870 -1938): Elisabeths Gebet aus „Tannhäuser“
Richard Wagner: Wolframs Lied an den Abendstern aus “Tannhäuser”, bearbeitet von Franz Liszt

 
Musikauswahl: Scott Curry, Textzusammenstellung: Paul Sonderegger

FRIEDRICH NIETZSCHE: DER FALL WAGNER

Peter Schöne, Bariton

Paul Sonderegger, Lesung

Scott Curry, Klavier

PROGRAMM

Carl Tausig (1841-1871): Aus Drei Paraphrasen aus Wagners “Tristan und Isolde”

Friedrich Nietzsche (1844-1900): aus Brief an Rohde (1868)

Friedrich Nietzsche: - Verwelkt (Petöfi)
- Ungewitter (Chamisso)

Friedrich Nietzsche: aus Brief an Rohde (1868)

Erich Zeisl (1905-1959): Die Sonne sinkt (Nietzsche)
Gustav Krug (1805-1874): Die Sonne sinkt (Nietzsche)
Gustav Krug: Venedig (Nietzsche)
Erich Zeisl: Das Trunkene Lied (Nietzsche)

Friedrich Nietzsche: aus Nietzsche contra Wagner (1888)

Friedrich Nietzsche: Das “Fragment an sich”
Richard Wagner (1813-1883): Drei Fragmente: - Schlaflos
- “Romeo und Julie” Entwurf einer Trauermusik
- Schmachtend

Friedrich Nietzsche: aus Der Fall Wagner (1888)

Nicolai Medtner (1879-1951): Heimweh (Nietzsche)

Pause

Richard Wagner: Wehvolles Erbe aus „Parsifal“ (Amfortas)

Friedrich Nietzsche: aus Der Fall Wagner (1888)

Marc Konhäuser (1972): Venedig aus „Abschied“ op.53 (Nietzsche)

Friedrich Nietzsche: aus Ecce homo – Warum ich so klug bin (1889)

Richard Wagner: Gebet der Elisabeth aus „Tannhäuser“ (Bearbeitung Leopold Godowsky)

O! du mein holder Abendstern aus „Tannhäuser“ (Wolfram)

 
Musikauswahl: Scott Curry und Peter Schöne, Textzusammenstellung: Paul Sonderegger

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