PAUL SONDEREGGER

SCHAUSPIELER • SPRECHER • SPRECHTRAINER • REGISSEUR

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Inszenierung 
 WIENER BLUT 

Unsterblich verliebt in Wien hat sich der deutsche Gesandte Graf Zedlau. Fern der Heimat verfällt der verheiratete Botschafter den Herzen der Wienerinnen. Da gibt es die Schauspielerin Franziska, deren Temperament er geradezu vergöttert, und das reizende Servierfräulein Pepi, die so zuckersüß und unverschämt direkt ist. Man trifft sich zum Rendezvous im Kaffeehaus, zum Ball und zum Heurigen – das Feiern nimmt für Graf Zedlau kein Ende. Bis plötzlich der fränkische Unternehmer Ypsheim auftaucht. Der ist selbst auf Brautschau und kommt dabei seinem Botschafter mächtig in die Quere.

Zu allem Überfluss erscheint auch noch die Gattin des Grafen. Nach heftigem Hin und Her findet das Bäumchenwechseldich-Spiel seine Auflösung. Die Ursache der allgemeinen Gefühlsverwirrung ist schnell gefunden: Es ist das Wiener Blut!

„Wiener Blut“ vereint die berühmtesten Melodien des Walzerkönigs Johann Strauß zu einer charmanten Verwechslungskomödie. Die Schauspieler des Theater Ansbach stürzen sich lustvoll ins Vergnügen und spielen und singen eine ganz persönliche Fassung dieser ewig jungen Operette.

Schauspieleroperette

Musik von Johann Strauß

Ansbacher Fassung von Paul Sonderegger

Inszenierung
Paul Sonderegger
Musikalische Arrangements, Einstudierung, Leitung und Klavier
Hartmut Scheyhing
Bühne und Kostüme
Stefan A. Schulz
Choreographie
Claudia Dölker
Balduin Graf Zedlau
Andreas C. Meyer
Gabriele Gräfin Zedlau, seine Frau
Sophie Weikert
Herbert Ypsheim, Bauunternehmer
Dave Wilcox
Franziska Cagliari, Schauspielerin
Karoline-Anni Reingraber
Josef, Oberkellner
Hartmut Scheyhing
Pepi Pleininger, Servierfräulein
Katja Straub
Produktion
Theater Ansbach

 

Premiere am 5. März 2016
im Theater Ansbach
www.theater-ansbach.de

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aus dem Gästebuch des Theaters Ansbach

Gelungen, brillant!

…saßen mit einem Lächeln im Gesicht im Saal und ließen uns verzaubern.

Fränkische Landeszeitung, 7. März 2016

Hinterhältige Unterzuckerung…

aus der Rezension von Thomas Wirth

"Wiener Blut" im Theater Ansbach - Paul Sonderegger zitiert eine Operette auf die Bühne

… Paul Sonderegger inszeniert die gern geschmähte Johann-Strauß-Operette als ganz und gar entschiedenes Jein: als Bekenntnis zu einer unterschätzten Kunstgattung und als deren Verneinung.

Die erste Operettenproduktion des Theater Ansbach … unterhält auf eine verquere Art. Vom ersten Takt an spielt die Handlung wie zwischen Anführungszeichen. Die amourösen Verwicklungen des Grafen verwickeln sich in Sondereggers Fassung gemächlich, das aber hoch ironisch in einem Kaffeehaus der späten Fünfziger, frühen Sechziger. Alles scheint Zitat hier.

Diese Operette … funktioniert dadurch, dass sie mit ihrem Scheitern und ihren Mängeln spielt, … wo der Text wie auf dem Seziertisch liegt oder lakonische Nebenhandlungen Bedeutung gewinnen.

Sonderegger inszeniert eine fortwährende Operettenunterlaufung. Er misstraut dem Duri-Duri-Remasuri-Leichtsinn, der im "Wiener Blut" verklärt wird. Er bedient ihn zwar, aber indem er die Genrekonventionen und Geschlechterklischees, wie sie die Stadttheater einst pflegten, parodistisch zitiert. Er dreht dann auch die Komik in aller Vorsicht weiter, so dass manchmal ein schöner Blödsinn herauskommt. Stellenweise, wenn in stummer Komik die Einsamkeit, die Verlorenheit, die Demütigungen, die Verletzungen der Figuren, die in ihren Gesellschaftskonventionen wie erstarrt scheinen, sichtbar werden, stellenweise weht der Geist von Christoph Marthaler durchs Haus; ein Hauch zumindest ist es.

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